Die Debatte um eine sozialistische Planwirtschaft scheint endgültig zurück. Wir geben hier einen kleinen, selektiven Ausschnitt wieder, um vielleicht dem einen oder anderen einen leichten Einstieg in die Diskussionen zu ermöglichen.
Vor einigen Wochen hat die «Zeit» die Planwirtschaftsdebatte für sich entdeckt und sie in ihrem Artikel „Das Comeback der Planwirtschaft“ aufgegriffen – allerdings aus einer sehr technischen Perspektive und der Artikel ist leider hinter einer Paywall: https://www.zeit.de/zeit-wissen/2026/01/planwirtschaft-ki-branche-klimakrise-oekonomie-geschichte
Ohne Barrieren könnt ihr einen neu veröffentlichten Planwirtschaftsartikel auf Wikipedia lesen. Er grenzt sich von älteren Artikeln ab, die Planwirtschaft als reine Zentralverwaltungswirtschaft verstehen – ein wichtiger Unterschied, der im deutschen Sprachraum leider noch immer zu absurden Missverständnissen führt:
https://de.wikipedia.org/wiki/PlanwirtschaftAuch der Artikel aus dem Jahr 2024 „Demokratisch planen, aber wie?“ von Christoph Sorg bietet einen gut strukturierten Überblick: „Die neue Planungsdebatte will eine Ökonomie jenseits des Marktes vorstellbar machen – konkrete Modelle zeigen, wo die Knackpunkte liegen.“ ://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/demokratisch-planen-aber-wie/
Wer tiefer einsteigen möchte, für den ist das Buch von Johanna Schellhagen „Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen“ eine ausgezeichnete Wahl. Schellhagen untersucht, wie durch die Arbeitszeitrechnung als dezentral organisierte Planwirtschaft genügend materielle Macht aufgebaut werden kann, um der Klimakatastrophe und der kapitalistischen Krisenverwaltung zu begegnen: https://www.buechner-verlag.de/buch/wie-wir-uns-eine-zukunft-auf-diesem-planeten-erkaempfen/
Zu guter Letzt möchten wir für die „Daily News“ auf das internationale Netzwerk für demokratische Wirtschaftsplanung, lNDEP, hinweisen. Es hat sich als zentraler Hotspot der Planungsdebatte etabliert und veröffentlicht mittlerweile fast täglich neue Artikel: https://www.indep.network/

