Wir laden am 29.1. zur Filmvorführung mit anschließender Diskussion ein:
Film: Ohne Chefs – Demokratie bei der Arbeit (2025)
Manche Menschen können sich ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen. Selbst eine Arbeit ohne Chef kann sich kaum jemand vorstellen. Dabei gibt es schon heute Projekte die ganz ohne Chefs auskommen.
Wir machen uns auf die Reise in eine andere Welt: Eine alternative Ökonomie, die innerhalb des omnipräsenten Kapitalismus funktionieren will und muss. Eine Alternative, die ständig wie im Krieg lebt. Denn Solidarität, gemeinschaftliches Wirtschaften und gegenseitige Hilfe sind kein Normalzustand – sie sind hart erkämpfte Ausnahmen.
Menschen erzählen darüber, wie sie ihr Leben der Idee einer besseren Zukunft widmen. Wie sie sich gegenseitig solidarisch unterstützen und wie sie sich damit gegen Ausbeutung und Dehumanisierung stellen.
»Ohne Chefs« soll zugänglich sein und Menschen abholen, die immer dachten, dass es nichts anders als Maloche unter Chefs gibt. Und wir zeigen die Menschen hinter den Ideen der »Demokratie bei der Arbeit« und, dass sie trotzdem ganz normale Menschen sind.
Der Film dauert 52 Minuten, danach:
Podiumsdiskussion: Vom Nutzen und Nachteil kollektiven Wirtschaftens
Kollektivbetriebe versprechen selbstbestimmtes und weniger entfremdetes Arbeiten, weil die Belegschaft Entscheidungen gemeinsam trifft und kein Chef Anweisungen gibt. Im Film „Ohne Chefs“ hat man eindrücklich sehen können, dass das nicht nur eine schöne Vorstellung ist, sondern für viele Menschen zu einem erfüllteren Arbeitsalltag führt und sie sich auch mehr mit ihrer Arbeit identifizieren können. Ist es aber wirklich so, dass sich nur genügend Kollektivbetriebe zusammenschließen müssen, damit sich die Probleme unserer Gesellschaft wie von selbst lösen und der Kapitalismus von selbst abschafft? Wie kommen Kollektivbetriebe aus der Defensive? Wie können sie die betriebliche Form der gesamten Gesellschaft werden?
Es diskutieren:
• Mario Burbach (Regisseur)
• Pingo (Quijote Kaffee Hamburg), der auch im Film zu Wort kommt
• Initiative demokratische Arbeitszeitrechnung (IDA) e.V. (https://arbeitszeitrechnung.org/)
Donnerstag, 29.1.2026, 19.30 Uhr
Regenbogenfabrik, Lausitzer Straße 21a, 10999 Berlin

